Personalprüfung
Die Personalprüfung lässt den CEO die vertrauliche Akte eines Spielers ziehen und dessen Parteizugehörigkeit lesen: Arbeiter oder Saboteur. Es ist die sauberste Informationswaffe im Spiel und Service Rats Version der Secret-Hitler-Fähigkeit, die als Loyalitätsprüfung bekannt ist.
Was sie bewirkt
Wenn die Direktive auslöst, wählt der CEO heimlich einen anderen Spieler aus und bekommt dessen Parteizugehörigkeit angezeigt: Arbeiter oder Saboteur. Das Ergebnis ist privat. Nur der CEO sieht es, und es steht ihm frei, es zu verkünden, darüber zu lügen oder zu schweigen. Jeder Spieler kann pro Partie nur einmal geprüft werden, daher schrumpft der Pool an lohnenden Zielen, je länger die Partie läuft.
Die Prüfung löst automatisch in dem Moment aus, in dem der auslösende Sabotage-Bauplan umgesetzt wird. Der CEO entscheidet sich nicht dafür, sie zu nutzen — sie wird ihm in die Hand gedrückt. Die App führt den CEO durch die Auswahl des Ziels und zeigt ihm die Akte privat an.
Wann sie freischaltet
Die Personalprüfung gibt es nur in größeren Runden, und ihr Timing hängt von der Spielerzahl ab:
- 9–10 Spieler: löst beim 1. und erneut beim 2. Sabotage aus — zwei Prüfungen früh im Spiel.
- 7–8 Spieler: löst beim 2. Sabotage aus.
- 5–6 Spieler: erscheint nie — kleine Runden setzen stattdessen auf die Bauplan-Vorschau.
Dieses frühe Auftreten in großen Runden ist entscheidend: Bei 9–10 Spielern bekommen die Arbeiter zwei Einblicke am Tisch, bevor die Sabotage-Spur überhaupt zur Hälfte gefüllt ist — der Hauptgrund, warum große Partien für die Guten überlebbar bleiben.
Was das Ergebnis verrät — und was nicht
Die Prüfung verrät die Partei, nicht die Rolle. Ein „Saboteur"-Ergebnis sagt dir, dass der Spieler im bösen Team ist, aber nicht, ob es sich um einen einfachen Saboteur oder die Ratte handelt. Entscheidend: Die Akte der Ratte liest sich als Saboteur, daher sieht die Prüfung der Ratte exakt so aus wie die Prüfung jedes anderen Bösewichts. Ein „Arbeiter"-Ergebnis ist ein reines Gewissen: Dieser Spieler steht wirklich auf der Seite der Guten.
Eine Prüfung identifiziert die Ratte nie eindeutig. Sie kann dir sagen „diese Person ist böse", was die Jagd eingrenzt, aber du weißt trotzdem nicht, welcher der bösen Spieler derjenige ist, dessen Entlassung das Spiel beendet.
Wie du sie einsetzt
Als Arbeiter-CEO
Prüfe jemanden, dessen Verhalten wirklich uneindeutig ist — nicht deinen offensichtlichen Verbündeten und nicht deinen offensichtlichen Gegner. Ein sauberer Befund über einen ruhigen Spieler macht ihn für den Rest der Partie zum vertrauenswürdigen Kandidaten. Ein belastender Befund liefert dem Tisch ein bestätigtes Ziel. Dann sag die Wahrheit, laut und deutlich, und lass die anderen dich bestätigen oder widerlegen.
Als Saboteur- oder Ratten-CEO
Die Prüfung ist deine beste Lüge. Prüfe einen Arbeiter und verkünde dann, er sei als „Saboteur" zurückgekommen, um einen vertrauenswürdigen Spieler zu verbrennen. Oder prüfe einen Komplizen und sprich ihn öffentlich frei. Weil das Ergebnis privat ist, lässt sich deine Behauptung nicht überprüfen — bis jemand anderes dieselbe Person prüft und die beiden Versionen aufeinanderprallen. Die Gefahr ist Übermut: Behauptest du zu viele belastete Arbeiter, fällt dem Tisch auf, dass jeder Befund von dir dem bösen Team dient.
Wo sie ins Gesamtbild passt
Die Personalprüfung ist eine von fünf CEO-Direktiven. Das komplette Set und die exakte Freischalt-Tabelle findest du im Direktiven-Hub, und weil sich der Zeitplan mit der Tischgröße verschiebt, lohnt sich die Lektüre zusammen mit wie die Spielerzahl das Spiel verändert. Neu im ganzen Ablauf? Die Anleitung erklärt eine Schicht von vorne bis hinten.
Die App führt jede Prüfung privat durch und merkt sich, wer schon geprüft wurde. Kostenlos für Android und iOS, ohne Account.